Antrag: Verkürzung der Öffnungszeiten des Hauptbahnhofs.
Resolution und Initiative der Stadt Trier gegenüber der Deutschen Bahn AG
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
im Anhang senden wir Ihnen den als TOP 2 für die Tagesordnung der Stadtratssitzung vom 6. September 2007 vorgesehenen Antrag zu den Öffnungszeiten des Trierer Hauptbahnhofs.
Mit freundlichen Grüßen
Für die Rücknahme der geänderten Öffnungszeiten des Trierer Hauptbahnhofs
Seit dem 6. August 2007 ist die Empfangshalle des Trierer Hauptbahnhofs nur noch zwischen 5.15 Uhr und 22.00 Uhr geöffnet (vorher: 5.00 Uhr bis 24.00 Uhr). In den zusätzlichen Schließzeiten fahren indessen täglich 3 Regionalbahnen, 3 Regionalexpresszüge sowie der morgendliche ICE nach Berlin ab. Im gleichen Zeitraum kommen täglich 5 Regionalbahnen, 5 Regionalexpresszüge sowie der abendliche ICE aus Berlin in Trier an. Zusätzliche Züge verkehren an den Wochenenden. Die Fahrgäste dieser Züge müssen seither die Wartezeit auf dem Bahnsteig verbringen; der Zugang zu den Gleisen bzw. in die Stadt ist nur noch über die - wenig einladenden Seiteneingänge möglich. Außerdem ist der Zugang zu den Schließfächern verwehrt.
Diese neuerliche Service-Einschränkung der Deutschen Bahn AG steht in der schlechten Tradition des Leistungsabbaus am Service-Point und der Fahrkartenausgabe.
Angesichts dieser Situation beschließt der Stadtrat Trier die folgende Resolution:
Einer der größten Wirtschaftsfaktoren der Stadt Trier ist der Tourismus. Als gastfreundliche und weltoffene Stadt setzt sich Trier dafür ein, dass die verkürzten Öffnungszeiten des Bahnhofes zurückgenommen werden und das Gebäude künftig wie zuvor zwischen 5 Uhr und 24 Uhr zugänglich bleibt.
Die Trierer und ihre Gäste sollen sich auch spät abends noch willkommen fühlen, sich vor Regen oder Kälte schützen können, wenn sie mit der Bahn an- oder abreisen.
Als Stadt, die sich dem Prozess der Lokalen Agenda verpflichtet fühlt, setzt sich die Stadt dafür ein, dass weiterhin viele Menschen mit dem Zug anreisen statt davor abgeschreckt zu werden.
Trier ist eine Europäische Stadt. Dies kommt nicht zuletzt durch die Kooperation mit der SaarLorLux-Region im Rahmen der Kulturhauptstadt 2007 zum Ausdruck. Der grenzüberschreitende Verkehr mit der Bahn muss ein wichtiger Bestandteil der Einbindung Triers in diese Region werden. Eine frühe Schließung wirkt diesem Ziel entgegen.
Der Oberbürgermeister und der Stadtvorstand werden aufgefordert, sich gegenüber der Deutschen Bahn AG für eine Rücknahme der Änderung der Öffnungszeiten des Hauptbahnhofs einzusetzen. Sie setzen sich darüber hinaus dafür ein, dass weitere Leistungseinschränkungen unterbleiben und die Öffnungszeiten der Fahrkartenausgabe, insbesondere an den Wochenenden, verlängert werden.
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