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Mobilitätskonzeptes 2020

21.02.07


Antrag: Festlegung des „Modal Split“


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schröer,
wir bitten folgenden Antrag in die Tagesordnung der Stadtratssitzung am 28.02.2007 aufzunehmen:

Antrag:
Festlegung des „Modal Split“



Der Stadtrat möge beschließen:

1.
Als Vorgabe des Mobilitätskonzeptes 2020 wird folgendes Ziel für den Modal Split (Wahl des Verkehrsmittels) festgelegt:

Anteil* Fußverkehr mind. 25% Radverkehr mind. 15% ÖPNV (Bus und Bahn) mind. 20% PKW max. 40% * am innerstädtischen Gesamtverkehrsaufkommen,
ohne Ein- und Auspendlerverkehre

2.
Diese Zielvorgabe ist, soweit sie nicht durch Stadtratsbeschluss geändert oder aufgehoben wird, im Mobilitätskonzept sowie bei allen verkehrspolitisch relevanten Maßnahmen zu berücksichtigen.


Begründung:


Modal Split 2020 – Warum jetzt?

Bereits im September 2006 sollte im Rahmen der Zieldiskussion des Mobilitätskonzeptes 2020 der Modal Split für die Stadt Trier festgelegt werden. Die Vorlage DS 321/2006 wurde jedoch nicht beschlossen. Somit liegt die Aufstellung des Mobilitätskonzeptes weit hinter dem Zeitplan. Die Ziel-Festlegung für den Modal Split ist jedoch unabdingbar, um darauf aufbauend Maßnahmen im Bereich Verkehr im Mobilitätskonzept festzulegen und auch an anderen Stellen zielorientiert Maßnahmen im Bereich Verkehr und Mobilität zu beraten.

Wie soll Verkehr in Zukunft in der Stadt Trier gestaltet werden?

Folgt man den zahlreichen Zielaussagen und Maßnahmenkatalogen in den Bürgergutachten, so scheint die Antwort klar: Gewünscht ist eine deutliche Verringerung der Belästigung durch motorisierten Individualverkehr, eine Verbesserung und Verdichtung der ÖPNV-Erschließung sowie eine deutliche Hinwendung zu den sogenannten „Langsamverkehren“, FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

Modal Split in Trier – die bisherige Entwicklung

Ein Vergleich der Modal Splits der Jahre 1990 und 2005 zeigt, dass die Anteile von Fuß- und Radverkehr zurückgegangen sind, im Falle des Radverkehrs auf sehr niedrigem Niveau. Die ÖPNV-Anteile sind gestiegen – ein Hinweis darauf, dass ein Angebot in Form der Regionalbahn Menschen zum Umsteigen auf andere Verkehrsmittel bewegen kann. Dieser Trend wird in Zukunft noch gefördert durch die zunehmende Kostengerechtigkeit, die den ÖPNV gegenüber der Fahrt mit dem PKW stärkt. Weitere Maßnahmen, wie der Bau von Regionalbahnhaltepunkten, könnten somit zu noch stärkerem Anstieg der ÖPNV-Nutzung führen.

Anteil 19901 Anteil 20051 Fußverkehr 26% 20% Radverkehr 10% 9% ÖPNV (Bus und Bahn) 13% 16% PKW (Fahrer und Mitfahrer) 51% 55%
1 Quelle: Verkehrsuntersuchung Raum Trier, Schaechterle/Siebrand, Ulm 1993 und Haushaltsbefragung 2005 (zitiert aus DS 321/2006).



Mit freundlichen Grüßen

Anja Matatko




Abstimmung: in Ausschuss verwiesen


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