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ADAC-Rallye in Trier

29.05.07


Anfrage: ADAC-Rallye in Trier


Die ADAC-Rallye wird am 19. August 2007 erstmals unter dem Titel „Circus Maximus Trier“ eine 4.37 km lange Route durch die Trierer Innenstadt fahren.

Frage 1
Die Stadt Trier ist seit 1994 Mitglied im Klimabündnis, dem europäischen Städtenetzwerk zum Klimaschutz. Dieses hat auf seiner 14. Internationalen Jahrskonferenz 2006 beschlossen, den CO2 Ausstoß in den Kommunen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren (Motto: „Climate needs lokal answers“).
Welchen Schaden sieht der Stadtvorstand für die Glaubwürdigkeit ihres Engagement im Klimabündnis? Teilt sie die Auffassung, dass direkte Ausgleichmaßnahmen für den am Sonntagmorgen zu erwartenden weit erhöhten Energieverbrauch sowie den Ausstoß von Schadstoffen kaum möglich sind?

Frage 2
Die sogenannte illegale „Rallye Gumball“ (der TV berichtete im April über die Durchquerung der Eifel) sowie andere illegale Rallyes werden von mehreren namhaften Verhaltenspsychologen auch als mentales „Nachahmungssyndrom“ bewertet.
Wird der Stadtvorstand das im Nachgang der Rallye zu beobachtende Verkehrsverhalten evaluieren und ggf. durch Maßnahmen wie Verkehrsschulungen heilen?

Frage 3
Der Haushalt der Stadt Trier ist mit fast einer halben Milliarde Euro überschuldet. Es ist geplant die Rallye mit einem Kassenkredit in Höhe von 65.925,- Euro zu sponsern (insgesamt Zuschuss 90.926 Euro).
Wie begründet der Stadtvorstand dies vor dem Hintergrund, dass die Stadt Trier neben der dauerhaften Zinsbelastung auch Einnahmeverluste bei der Konstantinausstellung hat, der ADAC dagegen hohe Gewinne verbuchen kann (im Jahr 2006 wurden 70 Mio € in eine Rücklage überführt) und darüber hinaus in Trier Eintrittsgelder kassieren möchte?


Mit freundlichen Grüßen
Uschi Britz


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