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Brand in Pfalzel

28.03.07


Anfrage: Brand in Pfalzel


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bernarding,

wir bitten folgende Anfrage schriftlich zu beantworten.

Meldung TV vom 19. März 2007

TRIER. Rund 25 Kubikmeter Autoschrott haben am Sonntag gegen 20 Uhr auf dem Gelände einer Recycling-Firma im Trierer Hafen Feuer gefangen. Der Brand der Metallteile, die mit Kunststoff und anderen brennbaren Materialien vermischt waren, erreichte mehr als 1000 Grad Celsius. Bei diesen Temperaturen spaltet sich Wasser in Wasser- und Sauerstoff – es entstehen Knallgasexplosionen. Rund vier Stunden waren die elf Berufsfeuerwehrleute und die 22 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzel im Einsatz. Polizei und Feuerwehr gehen davon aus, dass die drei bis vier Tonnen Schrott sich selbst entzündet haben. Ölgetränkte Lappen können mit anderen Stoffen chemisch reagieren, dabei entstehen Temperaturen, die zur Selbstentzündung von Öl ausreichen, erklärte die Feuerwehr. An einer angrenzenden Halle entstand geringer Sachschaden, verletzt wurde niemand.

Dazu haben wir folgende Fragen:



Anfrage

1.
Welche brennbare Stoffe werden auf dem Gelände der Firma Steil gelagert?
2.
Findet die Lagerung der Stoffe auf befestigtem Untergrund statt?
3.
Wurde und wird diese Lagerung überprüft und durch wen?
4.
Welche brennbaren Stoffe führten bei dem konkreten Ereignis zum Brand?
5.
In dem TV-Artikel ist die Rede von Plastik und „sonstigen brennbaren Stoffen“? Lassen sich hierunter ölverunreinigte Metalle fassen?
6.
Wenn Plastik mit verbrannt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Dioxine bzw. Furane entstanden sind. Diese können sowohl in die Luft abgegeben worden sein bzw. im Feuerlöschwasser in die Umgebung gelangt sein. Welche Untersuchungen/Analysen bzw. Vorkehrungen sind getroffen worden, dass diese Belastungen (u.a. fehlen hier noch PAK, PCB und SM-Analysen) auszuschließen sind?
7.
Welche Behörden oder Institutionen wurden hier mit in dieses Verfahren einbezogen?
8.
Welche Direktanalysen sind gemacht worden?
9.
Sind Schadstoffe in den Boden eingedrungen?
10.
Sind Schadstoffe in der Luft weiter verfrachtet worden und wohin?
11.
Bestehen Bedenken, dass Grundwasser bzw. Obenflächenwasser durch den Brand betroffen sein kann?
12.
Aufgrund der Unterlagen zu den verfüllten Teilen des Hafenbeckens (Standort der Firma Steil) ist zu erkennen, dass die Möglichkeit besteht, dass es zu einem Wasseraustausch von Grundwasser mit der Mosel kommen kann – könnte es hier Schadstoffverfrachtungen geben?
13.
Was ist geplant, um zukünftige Ereignisse solcher Art zu vermeiden?
14.
Inwieweit ist die Bevölkerung (Ehrang, Pfalzel, BI u.a.) in die Verfahrensweise eingebunden?



Mit freundlichen Grüßen
Uschi Britz



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