Antrag: Resolution des Rates der Stadt Trier
zum geplanten Abbau der Service Leistungen im Hauptbahnhof
„Keine Service-Wüste Hauptbahnhof“
Der Stadtrat möge beschließen:
Resolution des Rates der Stadt Trier
zum geplanten Abbau der Service Leistungen im Hauptbahnhof
„Keine Service-Wüste Hauptbahnhof“
Der Rat der Stadt Trier betont die Bedeutung des Hauptbahnhofs als Dienstleistungszentrum und Eingangstor für Stadt und Region.
Das Servicepersonal auf Bahnsteigen und am Service-Point sind gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Automatisierung der Bahn (schaffnerlose Nahverkehrszüge, Automaten statt Fahrkartenschalter) und der nicht seltenen Unregelmäßigkeiten im Bahnverkehr (Zugverspätungen und - ausfälle) als Ansprechpartner der BahnkundInnen notwendig - sie sind als integrierter Bestandteil des Systems Bahn und ÖPNV zu begreifen.
Vor diesem Hintergrund ist das Vorhaben der DB AG, das Personal zu reduzieren, nicht nachvollziehbar. Der aus öffentlichen Mitteln bezuschusste Nahverkehr und der Fernverkehr werden in der Summe unattraktiver. Unzufriedene Kunden wechseln das Verkehrsmittel und fahren weniger oder gar nicht mehr mit der Bahn. Dies ist ökologisch von Nachteil und kann für die öffentliche Hand als Reaktion höhere Zuschüsse und/oder eine Reduzierung der Angebote bedeuten.
Deshalb lehnt der Stadtrat den Abbau von Gleis- und Bahnsteigpersonals und des Service-Points auch im Hinblick auf die Konstantinausstellung und die Kulturhauptstadt Luxemburg ab.
Der Rat der Stadt Trier fordert die Deutsche Bahn AG auf, dem Kundenservice einen höheren Stellwert einzuräumen und ihre Pläne zur Reduzierung des Kundenservice aufzugeben.
Die Stadtverwaltung Trier soll gemeinsam mit dem Landkreis, der DB Station&Service und der Landesregierung nach Lösungen suchen, wie der Kundenservice auf Dauer angemessen sichergestellt werden kann.
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